Das Movistar Team trainieren – Interview mit Mikel Zabala (Teil 3)

Im letzten Teil unseres Interviews haben wir Mikel Zabala, den Chefcoach des Movistar Teams, gefragt, was die Unterschiede zwischen einem Hobbyfahrer und einem Profi sind. Außerdem wollten wir wissen, welches sein Lieblingsworkout auf dem Rad ist.

power2max: Was ist der Unterschied zwischen einem Profi und einem Amateur- oder Hobbyfahrer?

Mikel: Einen Profi zu trainieren ist deutlich einfach als einen Hobbyfahrer zu trainieren. Profis sind total auf ihr Training fokussiert und lassen sich kaum davon ablenken. Dies ist nicht nur für das Training an sich wichtig, sondern gilt auch für Zeit, die sie nicht auf dem Rad sitzen. Profis denken zum Beispiel daran die Beine nach dem Training hochzulegen und können damit ihren Körper und auch ihren Geist auf die nächste harte Trainingseinheit vorbereiten.

Alejandro Valverde beim Training. Photo: Movistar Team

 

power2max: Would you recommend the use of the power meter for hobby cyclists?

power2max: Würdest du Hobbyfahrern die Nutzung eines Powermeters empfehlen?

Mikel: Ja, auf jeden Fall. Ich würde jedem empfehlen einen Powermeter zu nutzen, sofern man ihn auch tatsächlich korrekt nutzt. Ein Powermeter ist wirklich das beste Hilfsmittel für das Training, aus diesem Grund gebe ich auch viele Vorträge, Seminare und Workshops zu diesem Thema. Ich teile mein Wissen aus dem Bereich um Sportlern zu zeigen, wie sinnvoll die Nutzung eines Powermeters gemeinsam mit dem Know-how eines erfahrenen Coaches ist. Den am Ende produzieren wir immer Power, wenn wir auf dem Rad sitzen, egal ob wir einen Powermeter haben oder nicht. Der Unterschied ist, wenn du diese Power misst, dann kannst du sie auch messen und analysieren, um besser zu werden.

power2max: Last but not least: Welches ist dein Lieblingsworkout auf dem Rad?

Mikel: Das hängt ganz davon ab, ob der Fahrer ein Jedermannrennen bestehen will oder ob er beim Olympischen Mountainbikerennen am Start steht. Ein Workout das ich aber wirklich gerne mag hat eine sehr hohe Intensität: 20 Sekunden all out und anschließend 20 Sekunden Pause. Der Schlüssel bei diesem Workout ist, wie viele Wiederholungen in einem Block gefahren werden und wie viele Intervalle in ein Training eingebaut werden. All das ist von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich und eine ganz individuelle Größe.

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