Basiswissen Teil 2 – Warum solltest du mit einem Powermeter trainieren?

In diesem Beitrag möchten wir dir ein paar Gründe in die Hand geben, warum du mit einem Powermeter trainieren solltest. Dieser Artikel ist nicht nur für alle Rennradfahrer und Triathleten die schon spezielle Trainings- und Rennziele verfolgen, sondern letztendlich für alle die schneller auf ihrem Bike sein wollen. Es ist für alle von euch, die über ihre eigenen Grenzen hinausgehen und ihr ganzes Potenzial abrufen wollen.

Für diejenigen unter euch, die Rennrad fahren, weil es die beste Sportart der Welt ist: Lest weiter wenn ihr neugierig seid, am besten bei einem guten Kaffee.

Also, warum solltest du mit einem Powermeter trainieren?

„Am Samstag bin ich im Training 120 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h gefahren …“

GIB ES ZU: Du hast so einen Spruch schon einmal gesagt oder ein Freund, hat dir von seinen großartigen Leistungen auf dem Fahrrad berichtet. Distanz, Trainingszeit, Geschwindigkeit und Herzfrequenz waren und sind immer noch die Eckpfeiler bei der Planung des Trainings auf dem Fahrrad. Wenn du jedoch deine Leistung verbessern möchtest,  dann solltest du eine andere Herangehensweise für deine Trainingsplanung in Erwägung ziehen: JETZT, solltest du mit dem Training mit einem Powermeter beginnen!

Jo Friel, einer der bekannsten US-Radsporttrainer, sagt dazu: „Ein Powermeter ist das effektivste Werkzeug, um schneller auf dem Rad zu werden.“

Warum ist ein Powermeter das beste Werkzeug um schneller zu werden?

Bevor wir diese Frage beantworten, wollen wir sicherstellen, dass wir alle auf dem gleichen Stand sind, wenn wir von einem Powermeter am Rad sprechen: Ein Powermeter ist ein elektronisches Gerät, um die Leistung zu „messen“, die du aufbringen musst, um dein Fahrrad vorwärts zu bewegen. Um zu sehen, wie viel Watt du während des Trainings auf das Pedal bringst, muss dein Powermeter per Funk mit deinem Radcomputer verbunden sein.

Jetzt zu den Vorteilen:

  • VERBESSERE DEINE FITNESS: Du solltest immer wissen, was du tust! Setze dir Ziele und nutze die Powermeter-Daten, um deine Workouts und Rennergebnisse zu analysieren, um deinen Fortschritt zu bewerten und aktiv zu planen! Um dies zu erreichen, sollte dir dein Powermeter Folgendes bieten: vollständige beidseitige (von beiden Beinen), präzise (mindestens +/- 2% Genauigkeit) und zuverlässige (von externen Faktoren wie Temperatur unabhängige) Leistungsdaten.
  • QUALITÄTSKILOMETER: Mit einem Powermeter kannst du „Qualitätskilometer“ sammeln, da dir Echtzeitinformationen deiner Leistung zeigen, wie hart du auf dem Rad an deiner Form arbeitest. Ein Powermeter ist dein ANTRIEB, wenn du „schlenderst“ (am wahrscheinlichsten ist das, wenn du in einer Gruppe unterwegs bist und im Windschatten das Gefühl hast einzuschlafen) oder  auch dein PACEMAKER, wenn du einen steilen Anstieg erklimmst oder mit zu viel Power bei starkem Gegenwind unterwegs bist, weil du deine durchschnittliche Geschwindigkeit halten möchtest. Er ermöglicht dir deine Workouts und Rennen effektiv zu gestalten und dich genau an die richtige Trainingszone zu halten.
  • KEIN SCHÄTZEN MEHR UND KEIN SCHUMMELN: Mit einem Powermeter an deinem Rad beginnst du damit deine Trainingsbelastung und auch deine Erholungsphasen effektiv zu planen. Du wirst nicht in der Lage sein, dich selbst zu betrügen, weil du denkst, dass deine Beine vielleicht ein bisschen müde sind. Stattdessen zeigen dir deine Leistungsdaten wie müde deine Beine wirklich sind. Du wirst überrascht sein, wie oft du denkst, dass heute vielleicht nicht dein Tag ist und du dein Trainingspensum nicht erfüllen kannst, aber dann kommt alles ganz anders und du bist zu tollen Leistungen fähig.

Profi- und Hochleistungssportler trainieren zudem nicht nur mit einem Powermeter, sie nutzen die Daten auch, um ihre Ernährung zu planen, um ihre biomechanische Leistung auf dem Rad zu verbessern, z.B. sie arbeiten am runden Tritt, sie verbessern ihre Sprintfähigkeiten durch die Analyse des Drehmoments oder sie optimieren ihre Sitzposition und die Aerodynamik.

Und was ist mit der Herzfrequenz? Braucht man die gar nicht mehr?

Doch, wir sagen, dass du beides nutzen solltest, um das meiste aus deinem Training heraus zu holen. Als physiologischer Parameter wird deine Herzfrequenz durch verschiedene Faktoren beeinflusst, z.B. dein (Trainings-)Stresslevel, wie viel du geschlafen hast, deine Ernährung, die Temperatur etc. Es gibt keine Möglichkeit, deine Herzfrequenz zu „kalibrieren“ und sicherzustellen, dass du immer auf einem vergleichbaren Niveau trainierst. Es kann dir also passieren, dass du an einem Tag dich schon mit einer hohen Herzfrequenz auf das Rad setzt, weil du krank wirst oder gerade erst einen starken Kaffee getrunken hast. Am nächsten Tag bist du total entspannt und bereit für Höchstleistungen und deine Herzfrequenz ist aber vergleichsweise niedrig.

Beim Intervalltraining wird das besonders deutlich, hier braucht die Herzfrequenz zu lange um auf die höhere Anstrengung zu reagieren. Besonders bei sehr kurzen Intervallen wirst du merken, dass das Intervall schon vorbei ist, bevor sich deine Herzfrequenz angepasst hat.

Unser Rat:

Du solltest mit einem Powermeter trainieren und auch deine Herzfrequenz im Blick haben, um deine gesamte Leistung und auch deine Leistungsentwicklung überprüfen zu können. Vorausgesetzt, dass du kerngesund bist bedeutet eine niedrigere Herzfrequenz bei einer bestimmten Leistung , dass sich deine Fitness verbessert hat.

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